Der Prozess der fortschreitenden Digitalisierung ist aus Sicht des unabhängigen Kandidaten zur Straelener Bürgermeisterwahl Bernd Kuse eines der Kernthemen in den kommenden Jahren. Dazu zählt zunächst die Weiterentwicklung der verwaltungsinternen Prozesse. „In den ersten Abteilungen der Stadtverwaltung wird bereits mit digitalen Akten gearbeitet. Dies gilt es weiter auszubauen, um Arbeitsabläufe wo immer möglich zu vereinfachen. Wichtig ist mir zudem, den Bürgerinnen und Bürgern so viele Dienstleistungen wie möglich online anbieten zu können. Das erspart in vielen Fällen den Gang zum Rathaus und macht insoweit unabhängiger von den Öffnungszeiten der Stadtverwaltung“, so Kuse.

Ein auch in Straelen dringendes Projekt ist zudem der Breitbandausbau. Im Bereich der Innenstadt ist die großflächige Bereitstellung von Glasfaseranschlüssen zuletzt an der zu geringen Nachfrage gescheitert. „Der Glasfaserausbau in den so genannten „grauen Flecken“ und gerade in der Nähe von Hauptverteilern scheitert allerdings derzeit an rechtlichen Vorgaben“, führt Bernd Kuse dazu aus. Vor diesem Hintergrund konnte der Kandidat kürzlich zu einem kurzen Gespräch mit dem zuständigen Landesminister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie, Prof. Dr. Andreas Pinkwart, zusammenkommen.

Nach den Vorstellungen des Landes soll Nordrhein-Westfalen bis 2025 flächendeckend für gigabitfähige Netze verfügen. „Allerdings gibt im Straelener Stadtgebiet Bereiche, in denen die Anschlussnehmer froh wären, erstmal zweistellige Megabit-Werte zu erreichen. Das ist gerade im gewerblichen Bereich ein klarer Wettbewerbsnachteil. Hier können wir nicht bis 2025 warten.“, ist Kuse besorgt. Dort, wo ein eigenwirtschaftlicher Ausbau der Netze nicht in Frage kommt, ist zwingend eine Änderung der bestehenden Richtlinien im Bundes- und Landesrecht sowie auf europäischer Ebene erforderlich, um einen schnelleren Breitbandausbau zu erreichen. „Ich werde mich daher dafür einsetzen, regelmäßig den Austausch mit allen staatlichen Ebenen und auch den Netzbetreibern zu suchen und dort mit Nachdruck auf die Missstände im ländlichen Raum hinzuweisen“, so Kuse abschließend.