Im Rahmen seiner Besuche bei Straelener Wirtschaftsbetrieben hat der unabhängige Bürgermeisterkandidat Bernd Kuse das Unternehmen Dr. Müller, Hufschmidt Steuerberatungsgesellschaft mbH besucht. Die Firma beschäftigt fast 60 Mitarbeiter. Anders als zumeist üblich bei solchen Besuchen führte aber nicht nur die Unternehmensleitung – vertreten durch Nicolai Müller – das Gespräch mit dem Bürgermeisterkandidaten. Auch 10 Beschäftigte der Firma waren zu einer einstündigen Diskussion eingeladen. Die dabei von den Teilnehmern angesprochenen Themen reichten von e-Mobilität, der Zukunft des Stadtfestes über Radwegeausbau, Einzelhandel und Innenstadtgestaltung bis zu Wohnprojekten.

Hinsichtlich der e-Mobilität betonte Kuse, dass zwei Ladesäulen für e-Autos in Straelen zu wenig sind. Allerdings ist er optimistisch, dass die Netzbetreiber den weiteren Ausbau voranbringen werden. Ebenfalls zuversichtlich ist der Kandidat, dass das Stadtfest unter neuem Namen als Veranstaltung des Stadtmarketings im nächsten Jahr wieder stattfinden kann und wird. Der Radtourismus, und damit verbunden der Radwegeausbau, wird, neben der Schaffung von Wohnraum und der Klimafolgenanpassung, einer von Kuses Schwerpunkten sein, wenn er zum Bürgermeister gewählt wird. Ob die Radwege, wie von einer Teilnehmerin gefragt wurde, dann in den Außenbezirken beleuchtet sein werden, konnte Bernd Kuse ehrlicherweise allerdings nicht versprechen.

Bezüglich des Einzelhandelsangebots betonte Kuse, dass die Situation grundsätzlich aufgrund des starken Online-Handels schwierig ist. Hier kann die Stadt nur interessante Rahmenbedingungen setzen, und natürlich müssen dann die Straelener auch den heimischen Handel durch Einkäufe stärken. Ebenso trägt der Vollsortimenter in Innenstadtnähe zur Attraktivierung der gesamten Einzelhandelslandschaft bei.

Die schulische Situation in Straelen betrachtet Bernd Kuse als durchaus gut. Die Stadt ist bestrebt alle drei Grundschulstandorte zu erhalten, sofern die Anmeldezahlen das zulassen. Das Gymnasium ist Modellschule für die Digitalisierung, was allerdings kaum bekannt ist. Hier sieht Kuse vor allem Defizite in der Öffentlichkeitsarbeit, was er als Bürgermeister aber auch zu einem seiner Schwerpunktthemen machen will. Die Schaffung von attraktivem und bezahlbarem Wohnraum ist für Kuse mehr als nur die Ausweisung neuer Baugebiete. Straelen ist diesbezüglich auf einem guten Weg, wie etwa auf dem ehemaligen Landgard-Gelände. „Allerdings,“ betonte er, „bestehen mit der aktuellen Landesplanung noch große Hürden bei der städtischen Entwicklung. Dies wird eine wichtige Aufgabe für den neuen Bürgermeister sein.“ In diesem Zusammenhang betonte Kuse auf Nachfrage, dass er weder die Gewerbe- noch die Grundsteuer erhöhen will.